Strandurlaub an der Ostsee
Die Streitfrage, welche der beiden Meere, die an Deutschland
grenzen, die besten Strände hat, wird wohl ewig unbeantwortet
bleiben. An der Ostsee
jedenfalls ist das Wasser immer da, während es an der
Nordseeküste
zweimal am Tag verschwindet.
Der Tidenhub der Ostsee beträgt weniger als zehn Zentimeter
und ist nicht spürbar.
Aber abgesehen davon hat die Ostseeküste natürlich
einiges mehr zu bieten. Von der Flensburger Förde über
die Lübecker Bucht, die mecklenburgische Küste bin
hin zur Insel
Usedom erstrecken sich Kilometer um Kilometer die Strände.
Meist weiß und feinsandig, aber auch wild, natürlich
und mit Steinen besetzt, bilden sie gemeinsam mit den Steilklippen,
den romantischen Seelandschaften, den Wäldern und Dünen
eine einzigartige Küstenlandschaft.

Am Strand von Göhren auf
Rügen
Mildes Seereizklima, Sonne und der wohltuende Seewind tragen
dazu bei, die Ostsee und ihre Strände zu einem beliebten
Urlaubs- und Reiseziel zu machen. Hier kommt jeder auf seine
Kosten, ob er die Ruhe sucht oder ein ganz besonderes Abenteuer.
Nach der Wendezeit haben vor allem die Seebäder Mecklenburgs
aufgerüstet. Die alten, weißen Prachtvillen wurden
restauriert und herausgeputzt, neue Häfen und Promenaden
gebaut, alte erweitert und die Seebrücken wieder aufgebaut.
Gastronomie und Hotelwesen haben zugelegt und alles zusammen
genommen ergibt das einzigartige Bild deutscher Ostseelandschaften.
Einer der schönsten und meist fotografierten Strände
ist zweifellos der von Prerow auf dem Darß. Entlang
der Prerower Bucht zieht er sich auf einer Länge von
fünf Kilometern und erreicht teilweise eine Breite von
einhundert Metern.
Umgeben ist der Ort vom Nationalpark mit seinen Wäldern,
der Heide, den Wiesen und dem Moor.
Prominente von Otto Walkes bis Udo Lindenberg trifft man am
Timmendorfer Strand. Er ist etwa sechs Kilometer lang
und zum Wasser hin flach abfallend.
Das klassizistische Schmückstück und einstige Heilbad
der Adligen Heiligendamm ist von üppigen Buchenwäldern
umgeben und besticht vor allem durch seine Eleganz.
Ruhe und Beschaulichkeit findet man auf Hiddensee,
der kleinen Insel, die von ihrem Künstlerimage lebt und
mit wunderbaren Stränden in Neuendorf und Vitt aufwarten
kann. Dort, wo die Dünenheide ans Meer grenzt, der Strand
flach abfällt und kein Autolärm die Ruhe stört,
hat Natur noch seine ursprüngliche Bedeutung.
Heckenrosen am Strand und dahinter meterhohe Dünen- der
Strand der Hohwachter Bucht ist eine kleine Schönheit.
Freilich ziert der ein oder andere Kiesel den sonst sandigen
Strand, dafür aber hat er sich seine Natürlichkeit
bewahrt.
Nicht zu vergessen natürlich die drei Kaiserbäder
Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf auf der Insel Usedom, die
eine über acht Kilometer lange Strandpromenade miteinander
verbindet.
Oder der Strand von Warnemünde, der es auf immerhin
15 Kilometer Länge bringt. Im Bereich Warnemünde
und Markgrafenheide dominiert der feinsandige Abschnitt, während
er bei Wilhelmshöhe und Diedrichshagen eher naturbelassen
und steiniger ist.
Eines ist den Stränden an der Ostsee
gemeinsam. Man kann sich wunderbar erholen, in der Sonne liegen,
Spaziergänge unternehmen, Sandburgen bauen oder einfach
nur das Spiel der Wellen beobachten.
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